Chlorzehrung
Die Chlorzehrung beschreibt die Menge an Chlor, die bei der Desinfektion und Oxidation von Verunreinigungen im Poolwasser verbraucht wird. Erst wenn dieser Chlorbedarf gedeckt ist, bleibt messbares freies Chlor für die laufende Desinfektion übrig.
Eine hohe Chlorzehrung kann dazu führen, dass der Chlorgehalt trotz einer vorherigen Zugabe schnell wieder absinkt. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass falsch dosiert wurde. Häufig enthält das Wasser besonders viele Stoffe, mit denen das Chlor reagiert.
Was verursacht eine hohe Chlorzehrung?
- Schweiß, Hautschuppen und andere organische Verunreinigungen
- Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen
- Blätter, Pollen und Schmutz im Poolwasser
- intensiver Badebetrieb und hohe Wassertemperaturen
- starke UV-Strahlung in nicht ausreichend stabilisierten Außenpools
- Verunreinigungen nach Starkregen oder längeren Pflegepausen
Chlorzehrung und Restchlor
Als Restchlor wird jener Anteil bezeichnet, der nach der Chlorzehrung im Poolwasser verbleibt. Dieses freie Chlor steht weiterhin zur Verfügung, um neu eingebrachte Mikroorganismen und Verunreinigungen zu bekämpfen.
Der Gehalt an freiem Chlor sollte mit einem Pooltester kontrolliert werden. Auch der pH-Wert ist wichtig, da er die Wirksamkeit des Chlors beeinflusst.
Bei Außenpools kann Cyanursäure den Chlorabbau durch Sonnenlicht verlangsamen. Vor der Zugabe eines zusätzlichen Chlorstabilisators sollte jedoch immer der vorhandene CYA-Wert gemessen werden.
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