Carbonathärte
Die Carbonathärte, kurz KH, bezeichnet den Anteil der Wasserhärte, der durch gelöste Carbonate und Hydrogencarbonate von Calcium und Magnesium entsteht. Sie wird auch als temporäre Härte bezeichnet.
Im Poolwasser wirken Hydrogencarbonate als chemischer Puffer. Sie helfen dabei, plötzliche Veränderungen des pH-Werts abzufangen und tragen damit zur Pufferkapazität des Wassers bei.
Was bewirkt die Carbonathärte im Pool?
Eine zu niedrige Carbonathärte kann dazu führen, dass der pH-Wert instabil wird und bereits bei kleinen Einflüssen stark schwankt. Dieses Verhalten wird häufig als pH-Sprung bezeichnet.
Eine hohe Carbonathärte kann die Senkung des pH-Werts erschweren. In Verbindung mit einer hohen Calciumhärte, einem hohen pH-Wert und warmem Wasser steigt außerdem das Risiko von Kalkablagerungen.
Carbonathärte und Alkalinität: Was ist der Unterschied?
Die Begriffe Carbonathärte und Alkalinität werden in der Poolpflege häufig gleichgesetzt. Sie beschreiben jedoch nicht exakt dasselbe. Die Carbonathärte bezieht sich auf die an Calcium und Magnesium gebundenen Carbonate und Hydrogencarbonate. Die Alkalinität erfasst dagegen die gesamte Säurebindungsfähigkeit des Wassers.
In der praktischen Poolpflege wird die Stabilität des pH-Werts deshalb meistens über die Gesamtalkalinität beziehungsweise den TA-Wert beurteilt. Dieser kann mit Teststreifen oder einem elektronischen Pooltester gemessen werden.