Langzeitchlor
Langzeitchlor bezeichnet langsam lösliche Chlorprodukte, die den Chlorgehalt im Poolwasser über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten. Häufig wird Langzeitchlor in Form größerer Chlortabletten für die laufende Desinfektion während der Badesaison angeboten.
Im Gegensatz zu schnell löslichem Chlorgranulat wird der Wirkstoff nicht auf einmal, sondern nach und nach freigesetzt. Langzeitchlor eignet sich daher für die regelmäßige Wasserpflege, jedoch nicht für eine Schockchlorung.
Wie wird Langzeitchlor dosiert?
Langzeitchlortabletten werden je nach Produkt über einen Dosierschwimmer, den Skimmer oder eine geeignete Dosierschleuse zugegeben. Die Tabletten dürfen nicht direkt auf dem Beckenboden oder der Poolfolie liegen, da die hohe lokale Chlorkonzentration Verfärbungen und Materialschäden verursachen kann.
Die benötigte Menge richtet sich nach dem Beckenvolumen, der Wassertemperatur, der Sonneneinstrahlung und der Nutzung des Pools. Der Chlorgehalt sollte deshalb regelmäßig mit einem Pooltester kontrolliert werden.
Was ist bei stabilisiertem Langzeitchlor zu beachten?
Viele organische Langzeitchlorprodukte enthalten Cyanursäure als Chlorstabilisator. Diese schützt das Chlor vor dem schnellen Abbau durch UV-Strahlung, kann sich jedoch im Poolwasser anreichern. Ein zu hoher CYA-Wert vermindert die Wirksamkeit des freien Chlors.
Auch ein korrekt eingestellter pH-Wert ist für eine zuverlässige Chlordesinfektion wichtig. Maßgeblich sind immer die Dosier- und Sicherheitshinweise des jeweiligen Produkts.
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